Neue berufliche Perspektiven für Ältere

Oberstes Ziel ist es, älteren Arbeitsuchenden (Arbeitslosengeld-II-Empfängern) über 50 die Rückkehr ins Berufsleben zu ermöglichen und Unternehmen qualifizierte Beschäftigte zur Verfügung zu stellen. Dieses Ziel verfolgt der Pakt50 mit innovativen Konzepten, die es Arbeitgebern ermöglichen, die Potenziale älterer Arbeitsloser zu erschließen, bedarfsorientiert zu nutzen und weiterzuentwickeln.

Ganzheitlicher Ansatz

Im flankierenden Austausch mit Unternehmen und Wirtschaftsvertretern ist es dem Pakt50 gelungen, eine ganzheitliche Methode zur Förderung der Einstellung und Beschäftigung Älterer zu entwickeln. Im Vordergrund der Vermittlungsarbeit stehen drei Tätigkeitsschwerpunkte:

 

 

 

1) Empowerment, Kompetenzentwicklung und Qualifizierung älterer Arbeitsloser

Die Konzepte berücksichtigen eigene Wünsche und vor allem die Erfahrungen der Älteren. Die erworbenen Kompetenzen werden zunächst bilanziert. Daran anknüpfend können die Arbeitsuchenden auf Basis individueller Bedarfe ihre berufskundlichen Fertigkeiten und Kenntnisse auffrischen und vertiefen. Um die Selbstorganisationsfähigkeit zu stärken, übernehmen die Teilnehmenden in strukturierten Arbeitsgruppen selbständig zu organisierende Tätigkeiten. Sie akquirieren beispielsweise eigenverantwortlich Praktika und Stellenangebote und nehmen sich der gegenseitigen Vermittlung in Arbeit an. Die dabei trainierten Kompetenzen sind methodische, soziale und Selbstkompetenzen, die von Arbeitgebern in der Regel mit als am wichtigsten bewertet werden.

2) Beratung potenzieller Arbeitgeber zum Thema „Einstellung und Beschäftigung Älterer“

Um bestehende Vorurteile gegenüber der Beschäftigung Älterer in Unternehmen abzubauen und sie für diese Zielgruppe zu öffnen, tritt der Pakt50 direkt und gezielt an hiesige Unternehmen heran. Akteure des Pakt50 sprechen Personal- verantwortliche persönlich an und informieren über das Dienstleistungsangebot. Auf Informationsveranstaltungen und Fachtagungen berät der Beschäftigungspakt zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten bei der Einstellung und Beschäftigung Älterer und stellt betriebliche Maßnahmen zu einer demografiefesten Personalpolitik vor.

3) Sensibilisierung und Information der regionalen Wirtschaft über eine Imagekampagne

Damit Unternehmen auf die Beschäftigungspotenziale älterer Arbeitsloser zurückgreifen, müssen sie auf die besonderen Kompetenzen Älterer aufmerksam werden. Als drittes wesentliches Element flankiert deshalb eine öffentlichkeitswirksame Imagekampagne die Vermittlungsarbeit. Erkennbar wirkt dabei die Stärke des Netzwerkes: Eine Vielzahl an Unterstützern wie Unternehmen, Kommunen, Verbände und Kammern setzen sich in der Öffentlichkeit für die Belange des Pakt50 ein. Darüber wird öffentlichkeitswirksam in der regionalen und überregionalen Presse sowie in Funk und Fernsehen berichtet.

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